Montag, 18. August 2014

[Rezension] Isegrim von Antje Babendererde

"Isegrim" von Antje Babendererde
Arena Verlag
16,99 € (Hardcover)
Jugendbuch, zeitgenössische Literatur, Thriller
416 Seiten

"In Räumen fühle ich mich gefangen wie ein wildes Tier im Käfig."


Inhalt: Wir lernen in Isegrim Jola kennen, die in einem Kaff in Thüringen wohnt. Sie verbringt am liebsten jede freie Minute in "ihrem" Wald, denn dort kann sie von ihren alltäglichen Problemen entfliehen: eine überängstliche Mutter, ein besitzergreifender Freund, der Verlust ihrer Freundin und vom Geschwätz der Dorfbewohner.
Jola kennt in ihrem "Refugium" jede Pflanze und jedes Tier und vor allem fühlt sie sich im Wald sicher. Doch eines Tages fühlt sie sich beobachtet...von Mensch oder Tier?

Mein Senf dazu: Das die Autorin, Antje Babendererde, schon seit ihrer Kindheit vom Wald und ihren tierischen Bewohnern faziniert ist, merkt man der Geschichte besonders an. Babendererde beschreibt Jolas Refugium sehr liebevoll und detailreich ohne das es langweilig wird. Im Gegenteil, ich habe richtig Lust bekommen mal wieder wandern zu gehen, denn der Wald hat auch auf mich eine sehr beruhigende Wirkung.
Die Geschichte hat einige überraschende Wendungen: Wölfe, Verschwöhrungen, Vertuschungen, Mord, Gefühlschaos und ein geheimnisvoller junger Kerl...und alles scheint irgendwie zusammen zuhängen. Dies machte Isegrim auch so spannend, denn ich wollte unbedingt wissen was zum Beispiel mit ihrer Freundin passiert ist oder was die alten Dorfbewohner am liebsten vergessen möchten oder warum Olek (der junge Kerl) im Wald lebt.
Aber ein weiteren Handlungsstrang hätte ich nicht mehr verabeiten können. Es könnte durch aus sein, dass es für den ein oder anderen zu viel des Guten wäre. Dennoch hat das Buch auch Tiefgang, vor allem wenn es um Jolas Gefühlen geht, die einem sehr berühren können.

Meine Bewertung: 4/5. Ein Punkt abzug für das doch rasche und etwas unzufrieden stellende Ende. Aber ich konnte das Buch manchmal wirklich nicht weglegen, was auch an Antje Babendererdes sehr guten und flüssigen Schreibstil lag. Außerdem hat mir die Thematik ansich sehr gut gefallen.


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