Mittwoch, 27. August 2014

[Rezension] Weil ich Layken liebe - Colleen Hoover


"Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover
dtv- Verlag
9,95 € (Taschenbuch)
384 Seiten (mit Leseprobe)
Jugenbuch, Zeitgenössische Literatur, Liebe



"Es muss immer ein Gleichgewicht zwischen Kopf und Herz herrschen."






Inhalt: Die 18- jährige Layken zieht nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder von Texas nach Michigan. Das geschiet nicht freiwillig und sie ist alles andere als begeistert, aber ihre Mutter hat dort einen neuen Job bekommen. Im neuen Zuhause angekommen, lernt sie sehr schnell den attraktiven Nachbarn Will kennen und verliebt sich quasi Hals über Kopf in ihn. Auch Will ist von Layken verzaubert. Ach ja, es könnte so wunderschön perfekt kitschig weitergehen, aber das Leben macht ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Mein Senf dazu: Ich gebe zu, dass der Klappentext und meine Beschreibung auf einen kitschigen Liebesroman deuten und am Anfang der Geschichte liest es sich auch so: Liebe auf dem ersten Blick. Alles hübsch. Doch nach der anfänglichen "Liebesduselei", kommt der erste Schock. Aber auch an dieser Stelle habe ich mir gedacht, dass ich ganz genau weiß worauf das Buch hinaus will und wie der Verlauf der Geschichte sein wird: Der Fokus wird auf der unglücklichen Liebe zwischen Layken und Will liegen. Gut, dann kam ein weiterer Schock-Moment und dann dachte ich mir, wie beschissen kann das Leben denn bitte sein? Die Geschichte bleibt an dieser Stelle dennoch realistisch und wirkt nicht konstruiert, bzw. hatte ich nicht den Eindruck, dass hier künstliche Probleme geschaffen wurden sind, um die Geschichte spannender zu gestalten. Das Leben kann einfach mal komplett schief laufen. Jeder kennt sicher ein paar (reale) Schicksale, wobei man sich fragt, was hat der Mensch dem Universum getan? Wie kann ein Mensch das ertragen?
Die Geschichte dreht sich daher viel mehr als nur um die Liebe zwischen Will und Layken. Das Buch hat mich völlig überrascht. Es geht um Freundsschaft, den Umgang mit Verlust und Trauer und sich unausweichlichen Dingen stellen müssen und damit auch fertig werden. Colleen Hover bietet eine Möglichkeit an, mit den verschiedensten Gefühlen umzugehen und diese zu verarbeiten: den Poetry Slam. Und daher spielt die Lyrik auch eine größere Rolle in diesem Buch. Immer mal wieder tauchen Gedichte auf, die die Gefühle sowohl von den Hauptcharakteren als auch von den Nebencharakteren wiederspiegeln. Die Texte haben mir persönlich sehr gut gefallen, ich bin auch ein sehr großer Fan vom Poetry Slam.
Ein großer Pluspunkt ist, dass die Charaktere allesamt liebenswürdig sind und auch mal nicht sterotypisch.

Meine Bewertung: 5/5! Ich habe mit einem kitschigen Liebesroman gerechnet. Die Geschichte war dann doch überraschend tiefgründig und eben viel mehr als nur eine Liebesgeschichte. Absolute Leseempfehlung!


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