Montag, 27. Juli 2015

[Rezension] Ich fürchte mich nicht- Tahereh Mafi


Ich fürchte mich nicht von Tahereh Mafi
Goldmann Verlag
16, 99 €
320 Seiten
Jugendbuch, Dystopie, Trilogie (1. Band)



"Meine Augen sind Fenster, aufgerissen vom Chaos der Welt."






Klappentext:
"Du darfst mich nicht anfassen", flüstere ich. "Bitte fass mich an", möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes.

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ...

Mein Senf dazu:
In letzter Zeit habe ich verstärkt viel Gutes über diese Trilogie (Shatter me) gehört, daher stieg meine Neugier und ich musste nun endlich nach dem Buch greifen.

Als erstes fiel mir der ungewöhnliche Schreibstil auf. Die Gedanken der Protagonistin Juliette werden hier zum Teil durch durchgestrichene Wörter dargestellt. Im Verlauf der Geschichte wurde mir dann auch die Bedeutung dieses Stilmittels bewusst. Daran konnt ich gut die Gemütslage von Juliette ablesen. Je mehr sie aus ihrer Reserviertheit ausbrach und ein wenig Glück erfuhr umso weniger wurden ihre Gedanken "durchgetrichen". Jedenfalls so mein persönlicher Eindruck ;). Generell wird die Geschichte sehr fesseld geschrieben. Hier und da gibt es wunderbare Beschreibungen von Situationen und tolle Dialoge bzw. Gedanken, für die Tahereh Mafi sehr schöne Wörter findet.

"Meine Welt ist ein Gewebe aus Wörtern, die meine Glieder, meine Knochen und Sehnen, meine Gedanken und Versionen verknüpfen."
 
Juliette begnet einem zunächst als eine eingeschüchterte, einsame und fast schon desillusionierte Gefangene. Sie hasst sich wohl selbst für ihr Gabe am Meisten. Tahereh Mafi gelingt es sehr gut diese Verlorenheit von Juliette in Worte zu fassen. Ich konnte mich bestens in die Situationen hinenversetzen und ihre Gedanken nachvollziehen.
Ich fürchte mich nicht ist sowieso eines dieser Bücher, in dem eine ganz besondere Atmosphäre herrscht. Juliettes Leidesweg ist zunächst sehr bedrückend. Als sich im Verlauf der Geschichte ihre Gefühlswelt besserte, löste sich auch bei mir diese Anspannung. Also dieses Buch löst definitv Gefühle aus!

Der Leser bleibt oft im Dunkeln, was die Vergangenheit der Chraktere betrifft- aber auch über die genrellen Geschehnisse. Umso mehr bin auf die Folgebände gespannt. Ich erhoffe mir, dass sich da ein paar Sachen aufklären. Aber eigentlich ist das auch gut von Tahereh Mafi gemacht, denn die Geschichte ist damit noch viel spannender, da der Leser einfach weiterlesen muss, weil er/sie und ich ja wissen möchten was hier passiert ist- und noch wird.

Fazit: 
4,5/5 Sterne. Von mir eine klare Leseempfehlung! Ein toller Reihenauftakt, der vor allem durch die wunderbare Sprache und der tollen Protagonistin bestechen kann.





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