Dienstag, 29. Dezember 2015

[Rezension 2 in 1] Die Geschichtenerzählerin Band 1 und 2- Stella Jante

Die Geschichtenerzählerin von Stella Jante
Band 1
Band 2- Die Schatten
je 2,99 € (eBook)
Fantasy, Reihe

"Viele verspüren einen Sog und haben Angst hinunterzufallen, ich hingegen spüre nur dieses Gefühl von Freiheit!"



An dieser Stelle möchte ich mich bei Stella Jante für das Rezensionsexemplar im Rahmen der Blogtour zu Die Geschichtenerzählerin Band 1 und 2 bedanken.

Band 1

Klappentext
Die 18-jährige Mena hat ihr Leben lang in ihren eigenen Welten gelebt. Ob nun selbst erfundene Geschichten oder die aus Büchern und Filmen: Sie liebt sie mehr als die Realität.

Eines Tages landet sie unverhofft wie Alice im Wunderland in einer Welt der Visionen, die sie nicht von der Realität unterscheiden kann. Alpine und irische Sagengestalten – auf einmal sind sie mehr als nur Geschichten. Noch dazu taucht ein junger, umwerfend aussehender „Traum-Mann“ auf, der ihr bei den Abenteuern in dieser Welt bedingungslos zur Seite steht. Von Reise zu Reise entdeckt sie, was es mit diesen lebensnahen Visionen auf sich hat und dass ihr Traum-Mann realer wird, als sie es sich je hätte träumen lassen …

Mein Senf dazu:
Der Klappentext hat mich gleich angesprochen, denn die Grundidee hörte sich richtig super an (und ich wurde nicht enttäuscht). Wer von uns träumt sich nicht gern in andere Welten und Geschichten?

Die Protagonisten Mena und Kinnon habe ich gleich in mein Herz geschlossen. In Mena konnte ich mich in vielen Situationen wiederfinden. Sie ist zwar, wie gern von ihrer Familien und Freundenbeschrieben, etwas weltfremd, aber das macht ihren Charakter einfach aus und macht sie für mich deshalb auch so liebenswert und besonders. Kinnon ist der perfekte Traum-Mann: gutaussehend und Retter in der Not. Neben den eher oberflächlichen Eigenschaften, besitzt Kinnon aber ebenfalls Charaktereigenschaften, die ich sehr schätze: Loyalität, Treue und Humor. Stella Jante hat hier wirklich zwei tiefgehende Charaktere erschaffen!

Während der Geschichte kann man viel über die alpine und keltische Mythologie lernen. Vor allem die alpine Mythologie war mir bisher eher unbekannt. Es kommen auch allerhand mythische Gestalten vor. Vor allem das Nörggele hat es mir dabei angetan, was mich ein bisschen an das Rumpelstilzchen erinnert. Es ist zwar hier und da etwas "nervig" aber irgendwie trotzdem "drollig" und hilfsbereit.

Auch das Setting hat mir sehr gut gefallen. Mena stammt aus Meran in Südtirol. Ich war selbst schon einpaar mal dort und kann daher Menas Leidenschaft für Berge und Natur sehr nachvollziehen. Für mich steht jedenfalls schon mal fest, dass ich unbedingt einmal das Knottenkino besuchen muss. Das hat mir Stella Jante besonders schmackhaft gemacht. 

Meine Bewertung: 4/5 Sterne. Eine wirklich mytische und spannende Fantasygeschichte. Aufgrund ein paar minimalen Längen muss ich jedoch einen Punkt abziehen.





Band 2 
(Vorsicht Spoiler)
Klappentext  
Die Geschichtenerzählerin der Anderswelt Mena ist zu ihrem Freund Kinnon, dem halben Sìdhe, nach London gezogen, doch ihre Beziehung wird einer schweren Prüfung unterzogen. Mena leidet unter Heimweh und die Beiden stoßen im Alltag an ihre Grenzen.

Die Beziehungen in der Anderswelt mit den Drachen, dem Nörggele, den Sìdhe, den Saligen und den Wilden Männern vertiefen sich, aber gleichzeitig braut sich etwas Gefährliches zusammen …

Mein Senf dazu:
Habe ich mich zunächst gefreut, dass nun die Story zum größten Teil in London spielt, da ich London genauso liebe wie Berge ;), ging es mir aber bald wie Mena, ich habe die Berge vermisst. Mena kommt nur schwer mit dieser "Trennung" von ihrer Heimat zurecht. Das belastet ihr Gemüt und auch ihre Beziehung zu Kinnon. Still und heimlich entfernen sie sich ein bisschen voneinander.

Neben den Beziehungsproblemen gibt es natürlich auch wieder Probleme in der Anderswelt. Eine neue Bedrohung gilt es zu Bekämpfen. Mena und Kinnon erfahren während ihrer Ausflüge auch wieder etwas mehr über die Anderswelt und ihrer Rolle. Ich liebe einfach diese Passagen in denen es in die Anderswelt geht, denn ich habe (fast) alle Wesen darin liebgewonnen. Natürlich gibt es auch den ein oder anderen unangenehmen und fiesen Charakter, aber das gehört ja auch dazu und man kann sich so schön darüber aufregen ;).

Stella Jante konnte mich auch im zweiten Band wieder in eine tolle Fantasygeschichte entführen, die diesmal etwas schwermütiger daher kommt, was viel mit Menas Zustand zu tun hat- schließlich ist sie ja auch die Geschichtenerzählerin und hat die Fäden in der Hand. Das Ende ist gemein, denn es gibt einen fiesen Cliffhanger- den dritten Band kann ich kaum erwarten!

Meine Bewertung: 4/5 Sterne. Auch der zweite Band steckt voller Fantasie und Mythologie, der einem tolle Lesestunden bereitet. Ein paar Probleme empfand ich in diesem Band etwas so konstruiert, daher ein Pünktchen abzug.






1 Kommentar:

  1. Liebe Christiane,
    vielen Dank für Deine schönen Rezensionen! Die Blogtour mit Dir war wunderschön, diese zwei Rezis hier toppen es noch einmal mehr...
    Alles Liebe, Stella!

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