Montag, 29. Februar 2016

[Rezension] Die UN-VOLLENDETE von Heike Adami


Die UN-VOLLENDETE von Heike Adami
Smart&Nett Verlag
340 Seiten
15,90 € (Softcover)
4,99 € (eBook)
Zeitgnössische Literatur


"Wir leben im Ungewissenen. Können aber nicht jeden Tag vermiesen und traurig sein."




An dieser Stelle möchte ich mich beim Smart& Nett Verlag und bei Heike Adami bedanken, die mir dieses eBook im Rahmen einer Blogtour zur Verfügung gestellt hat!


Klappentext:
Wer bei UN-VOLLENDETE an Beethovens 9. Sinfonie denkt, liegt hier genau richtig. Und wer an die Vereinten Nationen denkt, ebenfalls. Beide Namen bilden den Hintergrund der Geschichte von drei jungen Männern, die gemeinsam durch Palästina und Israel touren und einem Geheimnis auf der Spur sind.

Mit Bashar, dem arabisch-stämmigen Amerikaner, Abdul, dem Sohn des Palästinenser-Präsidenten und Jonah, dem israelischen Elitesoldaten, treffen drei Kulturen aufeinander, die politisch nicht kontroverser sein könnten. Explosiv die Stimmung der ersten Begegnungen, hitzig die Diskussionen über Geschichte und Gegenwart des »gelobten Landes«. Doch mit dem Fund eines geheimnisvollen Briefes wendet sich das Blatt: Vorurteile stehen in Frage, Fronten brechen auf und es gibt ein gemeinsames Ziel! Kommen die drei Freunde dort an? Und was haben
Fußball und Beethoven damit zu tun?

Peace! שלום !مالس ! Frieden!

Mein Senf dazu:
Ich finde es immer sehr spannend etwas über den Nahostkonflikt zu lesen. Daher sprach mich der Klappentext auch gleich an. Auch die Verbindung mir Beethovens Neunter Sinfonie hat mich sehr neugierig gemacht.

Ich denke es ist nicht einfach als "Außenstehender" über solch ein schwieriges Thema zu schreiben- schnell kann hier der Eindruck entstehen, dass mit erhobenen Zeigefinger auf beide Konfliktparteien gezeigt wird oder es parteiisch wirken könnte. Heike Adami hat es aber geschafft, dass dieser Eindruck nicht entsteht. Auch bezieht sie selbst keine Stellung für eins der Länder Palästina oder Israel. Sie zeigt gut auf, dass beide Länder fehler machten und machen. Was ich übrigens sehr wichtig finde. Sehr gut fand ich auch, dass hier der Konflikt mit all seinen Folgen an Hand einer (ungewöhnlichen) Familiengeschichte geschildert wird. Das führt einem vor Augen, wer die Leidtragenden des Konfilktes sind- nämlich (wie immer) die Zivilisten.

Vor allem hat mir auch die Sprache des Buches gefallen. Im Verlauf der Geschichte kann der Leser immer wieder wichtige Botschaften mitnehmen. Heike Adami hat wirklich fantastische Wörter gefunden, oft habe ich mir Zitate rausgeschrieben.

Die wichtigste Botschaft war natürlich "Alle Menschen werden Brüder." Was mich zur Neunten Sinfonie von Beethoven bringt. Diese Sinfonie spielt bei der Geschichte eine große Rolle. Alle Charaktere haben eine ganz besondere Verbindung zu dieser Sinfonie, die im Verlauf der Geschichte auch immer wieder angesprochen wird. Auch untermauert Adami oft durch die Musik von Beethoven die Gefühle und Gedanken der Charaktere- was sie greifbarer machten. Ich finde die Sinfonie paast auch perfekt zur Geschichte. Heike Adami hat da eine sehr gute Idee gehabt, die sie auch Bestens umgesetzt hat.

Meine Bewertung: 4,5/5 Sterne. Ein wirklich berührende Familiengeschichte, der einem den Nahostkonflikt und all seine Folgen näher bringt ohne erhobenen Zeigefinger.






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