Donnerstag, 11. August 2016

[Blogtour] Chaostheorie der Liebe von Carolin Kippels- Tag 4 Sozialstunden




Willkommen und hereinspaziert zur Blogtour  zum Roman "Chaostheorie der Liebe" von Carolin Kippels. Gestern konntet ihr bei Diana von Buchmelodie etwas über die Gegensätze Arm und Reich erfahren. Heute an Tag 4 der Tour möchte ich euch den Begriff "Sozialstunden" näher bringen. Viel Spaß dabei.








Sozialstunden

Wie ihr sicher bei den vorangegangen Blogtourbeiträgen erfahren habt, leistet Gabriel seine Sozialstunden auf einer Kinderkrankenstation ab. Er hat einem anderen die Nase eingeschlagen und wurde deshalb vom Gericht wegen Körperverletzung zu Sozialstunden verurteilt. „Anlass genug“, dass ich euch den Begriff der Sozialstunden näher informiere:

Ganz allgemein werden Sozialstunden als Arbeitsleistung, insbesondere für gemeinnützige Zwecke, definiert. Im Jugendstrafrecht werden Sozialstunden als Erziehungsmaßregel angewandt, um auf eine Straftat eines Jugendlichen oder Heranwachsenden zu reagieren und diese auch wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Erst wenn diese nicht ausreichen, wird eine Straftat mit Zuchtmitteln oder Jugendstrafe geahndet.

Im Erwachsenenstrafrecht können Sozialstunden bei einer Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, als sog. Arbeitsauflage vom Gericht angeordnet werden (vgl. § 56 b Abs. 2 Nr. 3 StGB). Auflagen sollen „der Genugtuung für das begangene Unrecht dienen“. Bei der Beurteilung, ob eine Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt wird, sind „die Persönlichkeit des Verurteilten, sein Vorleben, die Umstände seiner Tat, sein Verhalten nach der Tat, seine Lebensverhältnisse und die Wirkungen zu berücksichtigen, die von der Aussetzung für ihn zu erwarten sind“ (vgl. § 56 StGB). Die Sozialstunden soll die Verantwortung für das begangene Unrecht verdeutlichen und von einer Strafwiederholung abhalten. Arbeitsauflagen werden vom Richter nach pflichtgemäßen Ermessen angeordnet, d.h. es hängt immer vom Einzelfall ab und kann von Fall zu Fall anderes beurteilt werden. Auflagen werden vor allem bei den Tätern angeordnet, bei denen zu erwarten ist, dass sie während der Bewährungszeit nicht besonders beaufsichtigt und geleitet werden müssen, dennoch soll deren Verurteilung „fühlbar“ gemacht werden. Die Hilfsdienste sollen dabei in einem „sinnvollen“ Zusammenhang zum begannen Unrecht stehen. Bei der Anordnung der Auflage müssen Art und Umfang der Sozialstunden sowie der Zeitraum und nach Möglichkeit auch der Ort schon festgelegt werden. Dies obliegt allein dem Gericht bzw. dem Richter. Wie Sozialstunden abzuleisten sind kann sich der Verurteilte also nicht aussuchen. Der Hilfsdienst muss zudem gemeinnützig sein, d.h. die Leistung darf nicht primär dem wirtschaftlichen Interessen des Verurteilten dienen und zum anderen muss die Leistung der Allgemeinheit dienen. Mit der Arbeitsauflage darf aber keine Verpflichtung verbunden sein, einen bestimmten Beruf zu ergreifen oder die bisherige berufliche Tätigkeit aufzugeben. Typische Einsatzgebiete sind Kranken­, Kinder­, Alten­ oder Pflegeeinrichtungen.

Im Erwachsenenstrafrecht (jedenfalls in Deutschland) spielen Sozialstunden übrigens weniger eine große Rolle als im Jugendstrafrecht.



 Zur Blogtour gibt es auch ein Gewinnspiel. Um daran teilzunehmen, müsste ihr in den Kommentaren einfach folgende Frage beantworten: Wie steht ihr zu Sozialstunden? Findet ihr diese Art der Bestrafung/Erziehungsmaßrgel für sinvoll und gerecht?

Zu gewinnen gibt es 

1. Preis - 1 Kette
2. Preis - 4 x 1 Armband
3. Preis - 2 x 1 E-Book

Teilnahmebedinungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
Das Gewinnspiel endet am 14.8.2016 um 23:59 Uhr.


Morgen geht es bei Ricky mit dem Thema "Gegensätze (ziehen sich an oder doch nicht?)".

Hier noch einmal der Blogtourfahrplan:


Tag 1: Chaostheorie der Liebe (Buchvorstellung) bei Nadja
Tag 2: Ehrenamt bei Monika
Tag 3: Reich vs. Arm bei Diana
Tag 4: Sozialstunden bei mir
Tag 5: Gegensätze (Ziehen sich an oder nicht?) bei Ricky
Tag 6: Das Buch "Nordfinsternis" bei Stefanie
Tag 7: Carolin Kippels bei Ina
Tag 8: Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

  

Kommentare:

  1. Naja ob sinnvoll oder nicht, aber ne gute Idee allemale ist und ich selbst schon einmal jemanden bei seinen Sozialstunden geholfen habe! Mann kommt immer hin unter anderen Menschen, zu hoffentlich neuen Gedanken und man lernt auch noch anderes kennen wenn man sich nur darauf einlässt!
    VLG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

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  2. Hallo und guten Tag,

    Danke erst einmal für die Erklärung was Sozialstunden überhaupt sind.

    Ich denke und hoffe mir, dass bei den Sozialstunden ein Umdenken in eine andere, bessere Lebenszukunft bei den Personen einsetzt.

    Und sie sehen, dass es ihnen gar nicht so schlecht geht, wie sie möglicherweise selber denken.

    Und gerade wo viele Jugendliche auf ihre Freizeit so großen Wert legen..Stichwort ..chillen...kann man sie mit Arbeit in Kranken­, Kinder­, Alten­ oder Pflegeeinrichtungen möglicherweise genau an der richtigen Stelle packen um da vielleicht noch etwas in andere Bahnen lenkten zu können.

    Knast...ist meiner Meinung, der falsche Weg. Denn sie könnten durch bestimmte, mögliche Kontakte noch schneller dadurch auf die schiefe Bahn kommen und auch durch das Eingesperrt noch aggressiver werden.

    LG..Karin...

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  3. Hallo,

    ich finde es schon sinnvoll und für einige sicher eine 2. Chance.

    LG
    SaBine

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  4. Hallo,

    ich denke auf jeden Fall, dass das eine gute Maßnahme ist, da vor allem Jugendliche dadurch ihr Ansichten vielleicht überdenken können und der Gesellschaft auch wieder etwas zurückgeben können...

    LG

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