Mittwoch, 28. September 2016

[Rezension] Chaostheorie der Liebe von Carolin Kippels




Chaostheorie der Liebe von Carolin Kippels
Forever (Ullstein-Verlag)
2, 99 € (nur eBook)
186 Seiten 
Liebesgeschichte, Zeitgenössische Literatur










An dieser Stelle möchte ich mich bei Carolin Kippels und dem Forever-Verlag bedanken, die mir dieses eBook als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Klappentext:
Gefühlschaos vorprogrammiert!
Alina und Gabriel könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie kommt aus schwierigen Verhältnissen und muss sich jeden Cent hart erarbeiten. Trotzdem hat sie ein großes Herz. Er ist ein Draufgänger, ein arroganter Bad Boy mit viel Kohle, schnellen Autos und einer Vorliebe für wilde Partys. Alina hilft ehrenamtlich auf der Kinderstation des Krankenhauses aus, wo sie die schwer kranke Mia betreut. Hier trifft sie auf Gabriel, der nacheiner Schlägerei Sozialstunden ableisten muss. Sofortgeraten die beiden aneinander. Doch als sie Mia einen Herzenswunsch, eine Reise in die USA, ermöglichen wollen, gehen die beiden einen ungewöhnlichen Deal ein. Gabriel organisiert die Spendengelder, dafür muss Alina sich auf der Betriebsfeier als seine Freundin ausgeben. Alina erkennt, dass auch Gabriel eine weiche Seite hat. Die beiden kommen sich langsam näher und merken, dass sie vielleicht gar nicht so verschieden sind …

Mein Senf dazu: 
Der Klappentext hörte sich sehr vielversprechend aber auch etwas klischeehaft an. Genau das Richtige für heiße Sommertage.

Aufgrund des sehr flüssigen und guten Schreibstils war ich sofort in der Geschichte drin und auch gefangen. Ich habe auch schnell festgestellt, dass dieses Story weitaus mehr zu bieten hat, als der Klappentext suggeriert. Es handelt sich dabei nicht um eine typische graue-Maus-verliebt-sich-in-Bad-Boy-Geschichte, sondern um eine überraschend realitätsnahe und tiefgründige Geschichte. Dafür gibt es ein großes Lob, denn solche Liebesgeschichten sind leider sehr selten geworden. Außerdem kam auch der Humor und die Spannung nicht zu kurz.

Durch die Perspektivenwechsel lernt der Leser, die Charaktere Alina und Gabriel sehr gut kennen. Ich konnte dadurch deren Gefühle und Handlungen jedenfalls ganz gut nachvollziehen. Ich muss zugeben, das mir der „Bad Boy“ (eigentlich ist er nicht wirklich einer) Gabriel im Verlauf des Buches sympathischer war, als Alina. Bei ihren Handlungen musste ich mir schon einmal an den Kopf greifen. Ein weiterer Pluspunkt war es, dass sich beide Protagonisten innerhalb der Geschichte weiterentwickeln.

Sehr gelungen fand ich auch die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten. Es war eben nicht gleich bei der ersten Begegnung klar, dass aus den Beiden etwas werden könnte. Die Gefühle kamen so nach und nach und der Leser konnte die „Entstehung“ der Liebe hautnah miterleben.

Zu ganz 5 Sternen reicht es aber nach den ganzen Lobeshymnen dennoch nicht. Für die perfekte Story hat mir einfach noch etwas gefehlt. Alina empfand ich streckenweise auch etwas anstrengend. Gestört hat mich auch, dass ich nicht wusste, wo die Story sich abspielt. Der Handlungsort wurde zu keiner Zeit erwähnt (oder habe ich das einfach überlesen?). Für mache vielleicht Pillepalle, aber mich stört so was. Für die richtige Vorstellungskraft brauche ich einfach einen Ort (auch wenn er erfunden ist).

Meine Bewertung: 4/5 Sterne. Eine wirklich gelungene Liebesgeschichte, die vor allem durch ihre Authentizität punkten kann.


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