Donnerstag, 26. Oktober 2017

[Rezension] Wir fliegen, wenn wir fallen von Ava Reed


"Phil hat mir mal gesagt, dass man während des Lebens einen Teil von sich selbst zwischen den Zeilen eines Buches hinterlässt. Jedes Mal wenn ich ein Buch aufklappe, werde ich die Geschichte auf eine andere Art lesen und verstehen, und ich werde mich immer daran erinnern, wie und wo ich es zuvor gelesen habe. Er hat gesagt, man würde dann nicht mehr nur dieses Buch aufschlagen, sondern Erinnerungen." 
(Reed, Ava: Wir fliegen, wenn wir fallen, S. 156)

Klappentext: 
„Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten Zeit für sie.“

Eine Liste mit zehn Wünschen.
Ein letzter Wille.
Und zwei, die ihn gemeinsam erfüllen sollen.
Die Geschichte von Yara und Noel.


Quelle: Ueberreuter Verlag

Mein Senf dazu:
Das Buch habe ich Anfang des Jahres beim Stöbern der Neuerscheinungen entdeckt. Mich hat sofort der Buchtitel und die wunderschöne Covergestaltung angefixt. Ich liebe einfach Pusteblumen! Der Klappentext hörte sich auch sehr vielversprechend an, da ich Geschichten in denen es um das Abarbeiten von Listen, Bucket-Listen, etc. sehr gern lese.

Die Geschichte wird aus der Sicht von beiden Protagonisten Yara und Noel geschildert. Die zwei wechseln sich immer kapitelweise ab. Dem Leser werden die Perspektivwechsel sehr leicht gemacht, da am Anfang des Kapitels immer der Name des jeweiligen Erzählers steht. Außerdem wird das Kapitel immer mit einem Spruch, eine Art Teaser eingeleitet, durch den der Leser bestens darauf eingestellt wird, was in dem Abschnitt passiert. Die Autorin hat einen sehr flüssigen und einfühlsamen Schreibstil. Sie findet wunderbare Worte um Gefühle und Situationen zu beschreiben.

Beide Charaktere haben ihr Päckchen im Leben zu tragen und sind anderen gegenüber zunächst sehr reserviert. Daher kommen sie anfangs etwas unnahbar und unsympathisch rüber. Am Anfang stimmt die Chemie zwischen beiden einfach nicht. Sie stehen sich selbst im Weg und keiner kann ein Schritt auf den anderen zu gehen. Aber im Verlauf der Reise kommen sich Yara und Noel näher und lassen sich aufeinander ein. Ab diesen Punkt wurden die Charaktere auch greifbarer und ich begann sie zu mögen.

Leider, leider ging mir das alles dann doch etwas zu schnell. Nicht die Liebesgeschichte! In solchen “extremen” Situationen, können schnell Gefühle entstehen und die Beiden waren zudem allein Unterwegs, da geht das “Verschwören” sehr schnell. Die Lovestory war meiner Meinung nach schon authentisch und realistisch. Mir ging aber die ganze Reise zu schnell. Auf der Liste standen 10 Punkte, die Yara und Noel innerhalb von drei Wochen abgearbeitet haben- ich würde fast schon sagen abgefrühstückt haben. Die Reise- immerhin über Schweden, Brasilien und Italien- dauerte ganze zwei Wochen. Ich hätte mir gewünscht, dass die einzelnen Reiseziele noch mehr “ausgeschmückt” werden bzw. dass sie mehr im Fokus der Geschichte stehen. Einfach mehr Hintergrundinformationen zu Phils Wünschen und mehr Reiseeindrücke. Ich hatte wohl eine ganz andere Vorstellung vom Buch. Daher konnte mich die ansonsten sehr schöne Geschichte nicht ganz von sich überzeugen. 

Meine Bewertung: 3,5/ 5 Sterne. Eine wunderbare Grundidee, wunderschön geschrieben, mir aber zu “rasant”.


1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Eine wirklich tolle Rezension zu einer Geschichte, die bei mir auch noch auf der Wunschliste steht :) Alleine das Cover ist schon der absolute Hammer 😍 Schade, dass dir auf der Reise die Details gefehlt haben. Ich mag es auch immer nicht, wenn die einzelnen Etappen zu schnell abgehandelt werden.

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal (Blog & Facebook)

    AntwortenLöschen