Mittwoch, 20. Juni 2018

[Rezension] Wonder Woman- Kriegerin der Amazonen von Leigh Bardugo



Klappentext:
Eigentlich will Diana, Tochter der Amazonenkönigin, nur eines: das Rennen gewinnen, in dem sie gegen die schnellsten Läuferinnen der Insel antreten muss. Doch dann erblickt sie am Horizont ein untergehendes Schiff und bewahrt Alia, ein gleichaltriges Mädchen, vor dem Tod. Doch wie Diana vom Orakel erfährt, ist es Alias Bestimmung, die Welt ins Unglück zu stürzen und Krieg über die Menschheit zu bringen. Um dies zu verhindern, reist Diana mit Alia ins ferne New York – und wird unversehens mit einer Welt und Gefahren konfrontiert, die sie bislang nicht kannte ...

Mein Senf dazu:
Ich liebe Superhelden und Leigh Bardugo, daher bin ich fast ausgerastet, als ich erfahren habe, dass sie ein Buch über Wonder Woman schreibt! Zugleich war ich sehr gespannt, wie Bardugo die Geschichte erzählen wird, da ihre Bücher eher dem High-Fatasy zuzuordnen sind.

Diana und Alia als Hauptcharaktere (ja, ich zähle Alia auch dazu) musste ich erst einmal kennenlernen. Beide empfand ich am Anfang als unnahbar, so dass ich beide nicht so richtig greifen konnte. Aber ab dem Zeitpunkt, als beide selber "warm" miteinander geworden sind, hat sich das auch bei mir geändert und ich konnte beide Charaktere dann so richtig ins Herz schließen. Dazu hat auch beigetragen, dass die Geschichte abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt wird. Diana ist eine sehr selbstbewusste, loyale und willensstarke Persönlichkeit- okay kein Wunder, sie ist ja auch eine Amazone. Aber auch eine Amazone kann ganz normale menschliche Probleme haben und muss sich in eine fremde Welt zurechtfinden. Alia könnte nicht gegensätzlicher sein- der perfekte Gegenpol zu Diana. Sie entwickelt sich meiner Meinung nach im Verlauf der Geschichte am meisten weiter und lernt mit ihrer Bürde umzugehen. Das Zusammenspiel der Beiden ist einfach fabelhaft mitzuerleben und sie verbindet am Ende eine wunderbare und tiefe Freundschaft. 
Ganz großer Pluspunkt ist es, dass hier Frauenpower großgeschrieben wird. Der Fokus bleibt bei Diana und Alia und wie sie gemeinsam das Abenteuer und die Gefahren meistern. Ein männlicher Held wird hier nicht benötigt. Die Nebencharaktere Nim, Jason und Theo konnten mich ebenso von sich überzeugen. Sie haben entscheidend zur Handlung beigetragen, waren nicht nur hübsches Beiwerk und haben auch für viel Humor gesorgt. 

Die Geschichte war immer spannend zu lesen und konnte mich am Ende auch echt überraschen. Mit einigen Wendungen habe ich ehrlich nicht gerechnet. Leigh Bardugo versteht es einfach Geschichten ereignisreich zu Ende zu erzählen. Obwohl die Handlung die meiste Zeit in der heutigen Zeit spielt, konnte ich dennoch eine Menge über Amazonen und griechischer Mythologie lernen. Beide Welten wurden zudem bestens miteinander verwoben.

Nach meinem Geschmack hätte Wonder Woman noch mehr Kampf- und Actionszenen vertragen können. Daher könnte ich mir vorstellen, dass es für Liebhaber und Kenner der Comics eher enttäuschent sein könnte. Aber zu bedenken ist auch, dass es sich eben um ein Jugendbuch handelt und keine Kopie der Comics. Ich bin jedoch froh, dass es sich nicht um eine reine Nacherzählung der Comics handelt und Leigh Bardugo eine eigene tolle Wonder Woman kreiert hat. 

Meine Bewertung: 4/5 Sterne. Eine wirklich gelungene Superheldinnen-Geschichte, die mit viel Herz, Humor und Frische erzählt wurde. 



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