Mittwoch, 22. August 2018

[Rezension] Magisch Verflucht von Ina Linger und Cina Bard


Inhalt:
Wie kannst du dein Heimatdorf davor bewahren, sich in eine dunkle Märchenwelt zu verwandeln, wenn in dir selbst die böse Königin zum Leben erwacht?

Beine hochlegen und ausruhen, ausruhen, ausruhen. Das sind Ellis Vorsätze für die Semesterferien, die sie in ihrem Heimatstädtchen verbringt. Als sie jedoch mit ihrer kleinen Nichte auf dem Dachboden ihres Elternhauses auf ein antikes Märchenbuch stößt, kommt alles ganz anders. Denn auf dem Buch lastet ein gefährlicher Fluch, der sämtliche Bewohner des Dorfs ins Verderben stürzen könnte. Schnell findet Elli heraus, dass sie die Hilfe ihres ehemals besten Freundes Tristan braucht, um alle zu retten. Tristan, den sie vor dreieinhalb Jahren furchtbar betrogen und verraten hat. Kann er ihr noch rechtzeitig verzeihen – obwohl sich in ihr selbst bereits eine dunkle Macht regt?

Mein Senf dazu:
Als mich Ina Linger danach fragte, ob ich Magisch Verflucht lesen möchte und ich mir die Inhaltsangabe durchlas, stand für mich schnell fest: ja, das möchte ich unbedingt lesen! Es geht um Märchen und ich liebe Märchen! Vor allem Märchenadaption finde ich meistens spannend und unterhaltsam. Die Märchenfiguren in einer anderen Umgebung und Welt zu begleiten ist für mich immer ein Lesevergnügen.

Die Idee der Geschichte wurde meiner Meinung nach wunderbar umgesetzt. Beide Autorinnen haben einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil. Dass es sich um ein Duo handelt, habe ich beim Lesen kaum bemerkt- also ein perfektes Team! Alle Handlungsstränge wurden zudem logisch und nachvollziehbar miteinander verwoben. Großer Pluspunkt war definitiv der Humor und Sprachwitz. Als der Fluch ausbrach, haben sich die Charaktere alle sehr märchentypisch verhalten, was zu vielen lustigen Szenen führte, z. B. als Schneewittchen damit anfing Gartenzwerge zu klauen. Toller Nebeneffekt, der Leser kann mitraten, um welche Märchenfigur es sich jeweils handeln könnte. Ich habe mich jedenfalls bestens amüsiert und unterhalten gefühlt. Aber auch die Spannung kam nicht zu kurz, schließlich galt es herauszufinden, woher der Fluch kam und wie er wieder gebrochen werden kann. Hier und da gab es dann zwar Handlungen, die man als Leser vorhersehen konnte, aber es gab auch genug Wendungen, die mich überrascht haben. Auch das Setting konnte überzeugen; ich fühlte mich ganz heimisch in dem englischen Idyll.

Leider, leider, sind die Protagonisten etwas blass gewesen. Elli und Tristan konnten mich nicht wirklich von sich überzeugen und waren zu austauschbar. Aber die Nebenfiguren, die auch allesamt zum Fortbestehen der Handlung beigetragen haben, haben mir wiederum sehr gefallen. Daher und auch aufgrund dessen, dass die Geschichte als solche bestes Lesevergnügen bot, gibt es von mir dennoch vier Sterne.

Meine Bewertung: 4/5 Sterne. Eine wirklich tolle und ideenreiche Märchenadaption, die mich bestens unterhalten konnte.





 Vielen lieben Dank an Ina Linger für das Rezensionsexemplar!

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